Golfer übernehmen soziale Verantwortung

Benefiz-Turniere, Spendenaktionen, Unterstützung von Hilfsprojekten: Der Charity-Gedanke ist bei deutschen Golfclubs und prominenten Spielern tief verwurzelt. Golfmotion mischt mit.  

Der Golfsport gilt bei vielen Nicht-Golfern immer noch als Sport der Eliten und Reichen. Vor allem in Deutschland. Dennoch profitieren auch Menschen, denen es aus finanziellen, krankheitsbedingten, politischen oder anderen Gründen nicht so gut geht, vom Golfsport. Oder besser gesagt, von der Einstellung vieler Amateur- und Profi-Golfer. Überall in Deutschland und anderswo in der Welt werden Charity-Golf-Turniere und Spendenaktionen organisiert, um Geld für den guten Zweck zu sammeln.

„Alle Veranstaltungen werden absolut autonom und selbständig von den Clubs organisiert und veranstaltet“ - also ohne den Deutschen Golfverband (DGV) oder andere Golf-Organisationen im Hintergrund, erläutert Monika Selhorst, stellvertretende Leiterin der Kommunikationsabteilung des DGV. Eine umfassende Statistik über Spendenaktionen oder eingenommene Gelder gebe es daher nicht. Wer sich jedoch im Netz ein wenig umschaut, wird schnell auf zahlreiche Charity-Projekte rund um den Golfsport stoßen.

Charity-Golf-Clubs: Gegründet für die gute Sache

In erster Linie sind also die Clubs selbst die tragenden Säulen der Wohltätigkeits-Aktivitäten und sie stellen diese auch in Eigenregie auf die Beine. Einige Vereine wurden sogar eigens für den guten Zweck gegründet, wie etwa der Charity-Golfclub „Play for Life" aus Krogaspe in Schleswig-Holstein. Dieser wurde im Jahr 2002 unter anderem von Jens Dagné ins Leben gerufen, um gezielt das Projekt „Intercoiffure Mondial" zu unterstützen. Dabei geht es darum in Not geratenen Jugendlichen auf der ganzen Welt eine Perspektive zu bieten, indem sie das Friseurhandwerk erlernen.
 

Mitglieder der Eagles

Kinder von „Armut, Slums, Drogen, Prostitution oder Kriminalität" zu befreien, ist erklärtes Ziel von „Play for Life", der in Deutschland natürlich nicht der einzige Golf-Verein für die gute Sache ist. Auch die „Eagles" aus München wurden gegründet, um Spenden für Hilfsbedürftige zu sammeln. Da sich in diesem Verein bekannte Persönlichkeiten wie Christian Neureuther, Anke Huber oder Frank Fleschenberg tummeln, ist das mediale Interesse an den von diesem Verein ausgetragenen Charity-Turnieren besonders groß, so dass in mehr als zwei Jahrzehnten Vereinsarbeit über 26 Millionen Euro gesammelt werden konnten.

Die größte Benefiz-Golfturnierserie Europas

Mitunter ist es auch so, dass sich Golfclubs hinter ein bereits etabliertes Spendenprojekt stellen und dieses dann beispielsweise durch Benefiz-Turniere oder persönliche Spenden der Mitglieder unterstützen. So kam etwa die größte Benefiz-Golfturnierserie Europas für die Deutsche Krebshilfe zustande, die 2016 bereits zum 35. Mal ausgerufen wurde. Deutschlandweit erspielten die Golfer inzwischen insgesamt rund 7,3 Millionen Euro.

Seit vielen Jahren ist neben zahlreichen anderen Clubs auch der GC Hösel aus Heiligenhaus mit an Bord. „Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung bewusst und unterstützen gerne Projekte solcher Art", erklärt Matthias Nicolaus, Geschäftsführer des Vereins in Nordrhein-Westfalen, der in diesem Jahr etwa auch Spenden für die Brustkrebs- oder Kenia-Hilfe sammelte. Durch Charity-Turniere könnten Mitglieder, denen es finanziell gut geht und die ein großes Bewusstsein für soziales Engagement haben, in einem zeitlich festen Rahmen Gutes tun. Das stärke auch die eigene Zufriedenheit, sagt Nicolaus.

Jugendarbeit auf dem Green

Gutes tun können Golfer aber auch ohne den Einsatz von Spendengeldern. Manche Clubs stellen ihre Plätze für gemeinnützige Projekte zur Verfügung. Die Aktion „Abschlag Schule" des DGV etwa, die seit mittlerweile 15 Jahren jungen Menschen die Chance gibt, sich dem Golfsport zu nähern, sucht immer nach Vereinen, die dieses Projekt in ihre Jugendarbeit integrieren möchten.

Dass durchaus auch bei von Agenturen geplanten Wohltätigkeitsveranstaltungen der gute Zweck im Vordergrund stehen kann, beweist das auf Live-Kommunikation spezialisierte Unternehmen „livewelt" aus Gütersloh, dessen Geschäftsführer Ole Ternes die „Charity Golf Open" ins Leben. Für die Organisation der Veranstaltung lässt sich die Agentur zwar bezahlen. Jedoch wird das Spendenprojekt so professionell und möglichst kosteneffizient begleitet. Im Falle von „livewelt" tritt zudem Ternes selber als Sponsor auf.

Boris Becker beim Eagles Cup

Mit prominenter Unterstützung zu einem Bag voller Spenden

Die Charity Golf Open findet einmal im Jahr auf dem Platz des WGC Gütersloh statt und besteht seit 2015 aus einem 4er Texas Scramble Turnier über 18 Loch, für das sich jeder unter Angabe seines Heimatclubs und Handicaps anmelden kann. Spendengelder werden durch Sponsoren und Partner, die Teilnahmegebühr sowie durch Sonderveranstaltungen wie Versteigerungen oder etwa den „Beat the Pro"-Wettbewerb eingenommen. 2016 ging Geld an die bundesweite Aktion „Kicking Girls", welche Mädchenfußball in Schulen mit einem besonders hohen Anteil an Migrantinnen fördert.

Tatkräftige Unterstützung erfährt das Turnier in jedem Jahr auch durch einige prominente Golfer. „Gerade bekannte Gesichter schaffen ein breites Bewusstsein für das Projekt und generieren viele Teilnehmer", so Sascha Möllering, Projektleiter der Charity Golf Open. Zudem bestehe so für jeden Hobbygolfer die Möglichkeit, einen prominenten Mitspieler an der Seite zu haben. „In diesem Jahr bestätigten bereits viele Promis Ihre Teilnahme wie etwa Ex-Profiboxer Sven Ottke oder Moderator Harry Wijnvoord. Außerdem stellen sich diesmal auch Profigolfer wie Maximilian Glauert in den Dienst der guten Sache."

Bekannte Sportler leihen ihren Namen der guten Sache

Man kann natürlich auch direkt Geld an eine Stiftung überweisen. Im Golfbereich ist hier etwa Martin Kaymers „Helianthus-Stiftung" zu nennen. Die Spenden werden vor allem für die Förderung von finanziell und sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen eingesetzt, so dass diese ihrem Lieblingssport nachgehen können.

Auch Franz Beckenbauer leiht seinen Namen einer Stiftung, die sich vornehmlich für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Bekannt wurde „der Kaiser" natürlich als großer Fußballer. Schon lange richtet der passionierte Golfer mit seiner Hilfsorganisation regelmäßig Golfturniere in ganz Deutschland aus. Mit dem Geld kann dann beispielsweise ein Rollstuhllift für ein behindertes Kind gekauft werden.

Golfmotion unterstützte Franz Beckenbauers Kaiser Cup.

Golfmotion-Reise als Preis beim Kaiser Cup

Golfmotion war 2016 zum ersten Mal im Juli beim Kaiser Cup in Bad Griesbach dabei. Dabei wurden bei diesem Kult-Golf-Event zugunsten der Franz-Beckenbauer-Stiftung 75.000 Euro an Spendengeldern gesammelt. Mit dabei waren unter anderem der Handball-Weltmeistertrainer Heiner Brand, Beckenbauers WM-Co-Trainer Rainer Bonhof, adidas Chef Herbert Hainer, Schlagerstar Hansi Hinterseer, Holywood-Schauspielerin Elke Sommer, die Biathlon-Olympiasieger Ricco Gross und Peter Angerer, Bob-Olympiasiegerin Sandra Kiriasis, Schauspieler Sascha Hehn, und viele mehr.

Für die Benefiztombola stellte Golfmotion, gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern, einen attraktiven Reisepreis zur Verfügung, der letztendlich als Hauptpreis auserkoren wurde. Der Gewinner wurde für fünf Nächte ins The Ritz Carlton Abama Hotel auf Teneriffa eingeladen, inklusive zweier Green Fees auf dem sensationellen Abama Golfcourse, ebenso auf dem Golfplatz Golf del Sur und schließlich auch dem Amarilla Golf & Country Club. Hinzu kam ein Mietwagen-Gutschein von Sunny Cars, und Air Berlin rundete diesen Golfurlaub perfekt ab mit Flügen für zwei Personen von Deutschland nach Teneriffa.


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