Golf-Events des Jahres für Amateure und Profis

Jährlich finden hunderte verschiedener Golfturniere statt. Hier ein Überblick über die bedeutendsten Golf-Events 2017.

Bei den sechs wichtigsten internationalen Turnieren darf natürlich keines der Majors fehlen. Diese vier größten und bedeutendsten Turniere des Golfsports werden jedes Jahr ausgetragen. Die beiden übrigen Plätze gehen an die beiden Turniere, die früher ebenfalls zu den Majors gehörten: die britische Amateurmeisterschaft und die amerikanische Amateurmeisterschaft.

Die US Masters – das jüngste Golfturnier

Wann: April 2017

Wo: Augusta National Golf Club aus Augusta (Georgia, USA)

Das Master Tournament, auch die US Masters genannt, ist das jüngste der großen vier Major-Turniere des Golfsports. Es entstand erst 1934 und findet seitdem jährlich im April statt. Dabei ist immer der Augusta National Golf Club aus Augusta (Georgia, USA) der Veranstalter. Dieses Turnier ist im Gegensatz zu allen anderen Major-Turnieren ein offizielles Ereignis der PGA-Tour. Es gibt jedes Jahr einen umfassenden Katalog mit formalen Einladungskriterien, der sicherstellt, dass ausschließlich die besten Spieler der ganzen Welt bei den US Masters an den Start gehen.

Das Turnier selbst findet über vier Tage statt. Üblicherweise starten die vier Runden an einem Donnerstag und enden am zweiten Sonntag des Aprils. Dabei wird die Anzahl der Teilnehmer nach zwei Runden auf zirka 50 reduziert. Diese sind die 50 besten Spieler inklusive aller Teilnehmer, die maximal zehn Schläge hinter dem Führenden liegen. Seit 1960 etablierte sich der Par Contest als direkte Vorveranstaltung am Mittwoch vor Turnierbeginn. Die US Masters 2016 hat Danny Willett gewonnen.

Die US Open – Golfturnier für Profis und Amateure

Wann: Juni 2017

Wo:  Erin – Wisconsin – USA

Die US Open sind das zweitälteste der vier großen Major-Golfturniere. Das Golfturnier wurde am 4. Oktober 1895 zum ersten Mal in Newport ausgetragen. Es erstreckt sich ebenfalls über vier Runden. Diese finden traditionell jedes Jahr im Juni statt und werden so ausgerichtet, dass der Finaltag auf den dritten Sonntag des Monats fällt. Die US Open werden immer auf verschiedenen Plätzen gespielt. Es können sich bei diesem Turnier sowohl Profis als auch Amateure für die Teilnahme bewerben. Dafür sind gute Ergebnisse in einer Reihe von Qualifikationsturnieren erforderlich. Manche Spieler sind jedoch bereits automatisch für eine Teilnahme an diesem Turnier qualifiziert. Zu ihnen zählen die Sieger der letzten zehn Jahre, die besten 30 Spieler der USPGA Money List, der amerikanische Amateurmeister und die Sieger der letzten fünf Jahre aller anderen Major-Turniere.

Eine Besonderheit dieses Turniers ist das besonders aufwendige Verfahren bei einem Gleichstand nach vier Runden. Es ist das Einzige der Majors, bei welchem sich das Stechen über eine gesamte Runde erstreckt. Es findet für gewöhnlich am darauffolgenden Montag statt.

Gewinner der Golf US Open 2016 ist der amerikanische Golfer Dustin Johnson.

The Open Championship – das älteste Turnier

Wann: Juli 2017

Wo:  Southport – England

Das älteste noch immer ausgespielte Turnier des Golfsports ist die Open Championship in Großbritannien. Außerhalb von Großbritannien wird es manchmal auch als British Open bezeichnet. Es ist das einzige Turnier, das zu den großen vier Major-Turnieren gehört, aber nicht in Amerika stattfindet. Standardmäßig wird das Golfturnier in England und Schottland ausgetragen. Dazu werden die neun besten und berühmtesten Golfplätze von Großbritannien bereitgestellt.

Man veranstaltete die Open Championship erstmals am 17. Oktober 1860 in Prestwick. Seitdem wechselt jährlich der Austragungsort des Turniers. Es findet noch immer ausschließlich in Schottland und England statt. Lediglich 1871 fiel das Golfturnier aufgrund von Uneinigkeiten über den Austragungsort aus.

2016 war der Skandinavier Henrik Stenson Gewinner der Open Championship.

Die PGA Championship – ein Turnier mit saftigem Preisgeld

Wann: 10. Bis 13. August 2017

Wo: Charlotte – North Carolina – USA

Dieses Turnier wird jährlich von der PGA (Professional Golfers Association) von Amerika ausgestattet. Das erste Mal wurde die PGA Championship  im August 1916 in Bronxville (New York) ausgetragen. Seitdem findet sie traditionell jedes Jahr im August auf verschiedenen Plätzen der USA statt. Zuerst organisierte man das Turnier als Lochwettspiel. Das änderte sich jedoch im Jahr 1958. Seitdem trägt man das Turnier als Zielspiel über vier Runden aus. 2016 wurde es in dem Baltusrol Golf Club in Springfield (New Jersey) ausgetragen. Neben einem Gesamtpreisgeld von mehreren Millionen Dollar erwartete den Sieger die „Wanamaker Trophy".

Dieser bedeutsame Pokal wurde nach dem Initiator des Turniers, Rodman Wanamaker, benannt. Insgesamt können maximal 156 Spieler an diesem Turnier teilnehmen. Die berechtigten Teilnehmer werden aufgrund von komplexen Regelungen ermittelt. In der Geschichte des Turniers gab es sogar einmal einen deutschen Sieger. Martin Kaymer gewann die PGA Championship im Jahr 2010 als erster und bisher einziger deutscher Golfer.

Die British Amateur Championship – das Turnier der Nachwuchstalente

Wann: 17. Bis 24. Juni 2017
Wo: Royal St. George GC – Sandwich – England

Das innerhalb von Großbritannien Amateur Championship genannte Turnier wird in weiten Teilen der Welt britische Amateurmeisterschaft oder British Amateur Championship betitelt. Es ist eines der wenigen Turniere für Amateurspieler, das internationale Aufmerksamkeit genießt. Bei dieser Veranstaltung treten Spieler aus über 34 verschiedenen Golfverbänden aus allen sechs Kontinenten an. Bis auf eine einzige Ausnahme 1949 wurde die Meisterschaft jedes Jahr in Großbritannien abgehalten. 1949 wurde die Austragung des Turniers kurzzeitig an Irland übertragen. Vor dem Zweiten Weltkrieg zählte dieses Turnier ebenso zu den großen Major-Golfturnieren. Dies änderte sich jedoch durch eine strikte Politik seitens der professionellen Golfverbände.

Dennoch ist die britische Amateurmeisterschaft ausgezeichnet besucht und weist zahlreiche talentierte Spieler auf. Dieses Jahr wurde die British Amateur Championship beispielsweise von dem 1994 geborenen Nachwuchstalent, Scott Gregory, gewonnen. Dieser junge Engländer zählt als einer der aufsteigenden Stars des Golfsports.

Die US Amateur Championship – Einstieg in die Golfkarriere

Wann: 12. Bis 20. August 2017

Wo: Riviera CC – Los Angeles – USA

Die amerikanische Amateurmeisterschaft zählte ebenfalls früher einmal zu den großen Major-Turnieren des Golfs. Auch wenn diesem Turnier der Status aberkannt wurde, so hat die US Amateur Championship weder an Popularität noch an Bedeutung verloren. Sie zählt immer noch zu den wichtigsten internationalen Golfturnieren. Die US Amateur Championship wird jährlich im August abgehalten und erstreckt sich über sieben Tage. Für viele Amerikaner zählt ein Sieg bei diesem Turnier als ein Einstieg in eine besonders erfolgreiche Golf-Karriere. So sind zahlreiche der bedeutendsten Golfer amerikanischer Amateurchampion geworden. Darunter zählen Bobby Jones, Jerome Travers, Jack Nicklaus und Tiger Woods.

Golf auf dem Eis – das etwas andere Turnier

Die sechs genannten internationalen Golfturniere sind die bedeutendsten Veranstaltungen des Golfsports weltweit. Sie sind aber dennoch nur ein kleiner Teil der Tausenden jährlich stattfindenden Golfturniere. Golf wird überall in der Welt geliebt und gespielt. Das versuchen zahlreiche mutige Golfer jedes Jahr erneut zum Beispiel in Grönland zu beweisen. Bei den jährlichen Eis-Golf-Meisterschaften in Uummannaq (Grönland) wird das Turnier auf gefrorenen Gletschern abgehalten.

 

Golfturnier-Termine 2017 für auf einen Blick:

  • US Masters (6. Bis 9. April 2017, Augusta – Georgia – USA)
  • US Open (15. Bis 18. Juni 2017, Erin – Wisconsin – USA)
  • The Open Championship/British Open (20. Bis 23. Juli 2017 – Southport – England)
  • PGA Championship (10. Bis 13. August 2017, Charlotte – North Carolina – USA)
  • British Amateur (17. Bis 24. Juni 2017, Royal St. George GC – Sandwich – England)
  • US Amateur (12. Bis 20. August 2017, Riviera CC – Los Angeles – USA)

 

Foto: RTimages/Shutterstock


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